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JUGEND DRITTE WELT e.V.
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53113 Bonn
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Don Bosco Jugend Dritte Welt e.V.
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Konto 870 005 |

10 Euro versorgt ein Kind ein
Schuljahr lang mit Heften,
Stiften und Büchern.
30 Euro kostet die Versorgung eines
Straßenkinds im Hogar Don
Bosco pro Monat.
Weitere Projektinformationen und Hinweise zu Fördermöglichkeiten erhalten Sie von
Claudia Moll
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E-Mail: moll[at]jugend-dritte-welt.de

An den Straßenkreuzungen betteln sie und jonglieren, putzen Schuhe und verkaufen Bonbons. Von der Gesellschaft ausgegrenzt, vielfach misshandelt und missbraucht schließen sich die Straßenkinder in Gangs zusammen. Drogen helfen vielen das Leben auf der Straße zu ertragen.
Doch diese Kinder passen nicht in das Erscheinungsbild von Santa Cruz. So sehen es die Behörden der bolivianischen Millionenstadt. Regelmäßig führen sie Razzien auf den Straßen der Stadt durch. Wen sie erwischen, der wird in ein privates Straßenkinderheim, wie das Hogar de Don Bosco abgeschoben.
Wenige Stunden vor der Razzia kündigt ein kurzer Anruf die Kinder im Don Bosco Heim an. Bis zu 40 Kinder und Jugendliche werden auf den Straßen aufgegriffen und zum Straßenkinderheim gebracht. Der Einsatz der Polizei und der bolivianischen Behörden endet mit der Übergabe der Kinder am Tor des Don Bosco Zentrums. Damit beginnt die Arbeit der Salesianer. Sie bieten den Kindern etwas zu essen und einen Platz zum schlafen an. Unfreiwillig fügen sich die Kinder in ihr Schicksal und verbringen die Nacht im Straßenkinderheim. Jeder kann bleiben und an den Aktivitäten des Heims teilnehmen. Aber in der Regel hält es kein Kind, das von der „Defensoria“ aufgegriffen wurde, länger als 24 Stunden im Heim aus. Manche kommen dennoch wieder.
Die Don-Bosco-Pädagogik arbeitet mit einem Drei-Stufen-Modell. Entweder wird der erste Kontakt erfolgt über eine Razzia, oder aber über Sozialarbeiter. Sie suchen beliebte Plätze und Sammelpunkte der Jugendlichen auf und erzählen vom Don Bosco Zentrum, in dem es tagsüber Wasch- und Ruhemöglichkeiten gibt. Freiwilligkeit ist dabei Grundvoraussetzung für einen langfristigen Erfolg. „Wer mehrmals in der Woche zu uns kommt, den sprechen wir an, ob er einen Schritt weiter gehen will.“, so Pater Sabbadin, der das Straßenkinderprogramm in Santa Cruz leitet. Im Hogar Don Bosco, einem Wohnheim mit Schule, zeigt sich dann wie die Jungen und Mädchen in Stufe zwei mit festen Regeln zurechtkommen. Keine Drogen, keine Gewalt und ein strukturierter Tagesablauf – das sind tägliche Herausforderungen. Wer sich an seinen Schlafplatz, den regelmäßigen Tagesablauf und die Haushaltspflichten gewöhnt hat, kann in Stufe drei übergehen und mit einer beruflichen Ausbildung beginnen.
Ein wichtiges Projekt zur Reintegration der Kinder und Jugendlichen ist die Farm „Granja Moglia“. Sie ist Übergangsheim für 50 Jugendliche, die aus den anderen Don Bosco Einrichtungen kommen und hier in einer Gemeinschaft gleichgesinnter Altersgenossen leben, die ein ähnliches Schicksal haben. Durch verschiedene Therapien und psychologische Hilfen sollen sie wieder zu einem normalen Leben geführt werden. Auf der Farm werden verschiedene Tiere gehalten, die von den Jugendlichen gepflegt und versorgt werden. Spielerisch Verantwortung übernehmen und für das Leben lernen ist das Motto.
Im Gegensatz zur staatlichen Verdrängungspolitik gelingt es den Salesianern viele Kinder von der Straße zu holen. Gemeinsam mit den Kindern schaffen sie, was keine Razzia schafft.
Unterstützen auch Sie die Straßenkinder in Santa Cruz!